Die Jugendarbeit

Während der Aufbauphase des Vereins Anfang der 50er Jahre musste Kurt Decker zunächst Erwachsene an den Instrumenten ausbilden.
Zunehmend äußerten aber auch Jugendliche den Wunsch, Musik machen zu wollen. Im Frühjahr 1958 war es dann soweit. 12 Jugendliche im Alter von 8 - 14 Jahren gründeten das erste Jugendorchester

Das 1.Jugendorchester 1960

1.R.v.l.: Rainer Zerfaß, Lothar Bärdges, Jürgen Hey, Kurt Gerhardt, Hans-Joachim Gleissner, Dirigent Kurt Decker 2.R.v.l.: Helmut Schneider, Helmut Hey, Klaus Kunde, Oskar Klein, Alfred Römer, Friedel Henn, Winfried Layendäcker


Der erste öffentliche Auftritt fand am 16.12.1960 statt, anlässlich der Einweihung des neuen Schulgebäudes in Niederhosenbach.
Auch spielte das Jugendorchester im gleichen Jahr an der Weihnachtsfeier im Saal Porcher, die gemeinsam mit den Volksschülern für alle Dorfkinder gestaltet wurde. Außerdem wurde von nun an der Gottesdienst an Heiligabend vom Jugendorchester mitgestaltet.
Der nächste Höhepunkt stellte im folgenden Jahr das Verbandsfest in Fischbach dar, an dem sowohl der große Verein als auch das Jugend orchester spielten.

1963 meldeten sich wieder Jugendliche für die Ausbildung an, und so konnte Kurt Decker ein zweites Jugendorchester mit 13 Schülern bilden. In den Folgejahren konnte alle drei bis vier Jahre ein neues Jugendorchester aufgebaut werden.

1973 wurden erstmals Mädchen in den Verein aufgenommen

1.R.v.l.:Gabriela Fohlert, Andrea Hey, Marina Audri, Christine Decker, Rosemarie Kleinhans, Adelheid Saam, Marita Hessel, Stephanie Saam, Ellen Hey, Ilona Saam 2.R.v.l.: Thomas Saam, Marina Weyrauch, Rüdiger Adam, Klaus Eichmann, Horst Köllmeier, Bernhard Saam, Ralf Berend, Eckhard Wendling, Walter Fuchs, Jörg Porcher, Volker Porcher 3.R.v.l.: Dirigent Kurt Decker, Volker Adam, Vorsitzender Helmut Weber




Die Ausbildung

Fanden sich genügend Jugendliche aus Niederhosenbach und später auch aus den umliegenden Ortschaften zusammen, so wurde eine neue Lerngruppe gebildet. Man traf sich freitags vor der Probe des großen Orchesters im ehemaligen Schulhaus und lernte zunächst die Musiktheorie. Hielt Kurt Decker die Gruppe für vorbereitet, so fragte er das Gelernte anhand eines umfangreichen Tests ab und überlegte, wer welches Instrument spielen könnte. Dabei versuchte er, jedes Instrument mindestens einmal zu besetzen, damit ein spielfähiges Orchester heranwuchs.

Der Tag der Instrumentenausgabe wurde stets mit großer Spannung erwartet. Eltern und Schüler trafen sich im Gemeinschaftshaus und auf Tischen lagen gebrauchte Instrumentenkoffer. Jeder Jugendliche trat einzeln nach vorne und erhielt ein Instrument. Es kam vor, dass ein Schüler mit Tränen nach Hause ging, da er sich ein anderes gewünscht hatte. Doch nach einigen Wochen fand er auch an diesem Instrument Gefallen und blieb dem Verein damit über Jahrzehnte treu. Nun konnte endlich mit dem Musizieren begonnen werden. Neben dem Gruppenspiel erhielt jeder Jungmusiker einmal in der Woche Unterricht bei einem erfahrenen Musiker der gleichen Instrumentengruppe. Nach zwei bis drei Jahren Jugendorchester wechselte die gesamte Gruppe in den großen Verein, und es wurde eine neue Lerngruppe gegründet.

Bis zum Jahr 1986 lag das Dirigat des Jugendorchesters alleine in den Händen von Kurt Decker. 1986/1987 wurde er von Winfried Wendling unterstützt, danach bis zum Jahr 1991 von Ralph Wanninger. In den 90er Jahren besuchte Dieter Weber D- und C- Seminare und erlangte die Qualifikation zum Dirigieren. Gemeinsam mit Kurt Decker leitete er ab 1990 kleine Lerngruppen, führte die ersten Musikfreizeiten für Jugendliche durch und übernahm nach dem Ausscheiden unseres Ehrendirigenten im Jahr 1996 schließlich die komplette Leitung des Jugendorchesters. Auch Michael Schmidt und Marco Saam wurden immer wieder in die Jugendausbildung eingebunden.

Die Einzelausbildung bei einem Musiker des Vereins erfolgte bis 1989. Danach wurde der Instrumentalunterricht von ausgebildeten Musiklehrern der Kreismusikschule Birkenfeld, später auch der Kreismusikschule Kirn, übernommen.

Zwei Jahre später wurde das Angebot erweitert. Am 10.04.1991 fand in Niederhosenbach erstmalig Blockflötenunterricht statt. Aufgrund der Anzahl Interessierter konnten gleich zwei Gruppen gebildet werden. Anneliese Hanstein, Lehrerin der Kreismusikschule Birkenfeld, bietet bis heute Kurse für Mädchen und Jungen im Alter von 6-8 Jahren an. So wird ein fundierter Grundstock für das Erlernen eines Blasinstrumentes, wie es in unserem Orchester zu finden ist, gelegt.

Die erste Blockflötengruppe beim Vorspiel zum Schuljahresende am 17.07.1992 im Gemeinschaftshaus Niederhosenbach

Sabrina Saam, Christoph Weber, Yvonne Köhler, Jan Köhler, Flötenlehrerin Anneliese Hanstein


Seit September 1998 können bereits Vier- bis Sechsjährige im Rahmen der Musikfrüherziehung auf spielerische Weise erste Kontakte zur Musik knüpfen.

Die erste Musikfrüherziehungsgruppe am 1. Advent 1999

Felix Schnurr, Ines Eichmann, Daniel Hochreiter, Pascal Sohni, André Heinz, Musiklehrer Karl-Heinz Schröder, Marcel Sohni nicht im Bild: Nils Boor, Dominick Brenning, Marvin Fuchs


Das Jugendorchester während der Probephase in der Jugendherberge Mainz 2002

1.R.v.l.: Jan Köhler, Christoph Weber, Axel Herrmann, Jens Schnurr, Jan Logiewa, Daniela Hey-Wendling, Alexander Hey, Tina Decker 2.R.v.l.: Jens Decker, Timo Eichmann, Dirigent Dieter Weber, Marc Weber, Larissa Zerfaß, darüber Kathrin Schnurr, Inna Jung, Elisabeth Schneider, Sabrina Saam nicht im Bild: Henni und Lisa Bangert, René Köhler, Marco Saam, Thorsten Schneider, Lisa Stumm